Kurzantwort
Wie hoch ist die Einspeisevergütung für PV in Uri 2026?
Im Netzgebiet von energieUri wird überschüssiger PV-Strom 2026 quartalsweise nach dem BFE-Referenzmarktpreis vergütet. Für Anlagen unter 30 kW gilt mindestens 6.00 Rp./kWh exkl. MWST; bei über 30 bis 150 kW hängt die Mindestlogik vom Eigenverbrauch ab. HKN, Pronovo-EIV und Strombezug sind getrennte Positionen.
Wichtig
Die Werte in diesem Ratgeber beziehen sich auf das energieUri-Netzgebiet und die verlinkten 2026-Produktblätter, nicht pauschal auf jede Adresse im Kanton Uri. Die 6.00 Rp./kWh gelten im Produkt R.30 für PV unter 30 kW; grössere Anlagen werden nach R.150- oder R.150+-Klasse, Eigenverbrauch und Leistungsanteil behandelt. BFE-Referenzmarktpreise, HKN-Konditionen, Messkonzept und MWST müssen vor Vertragsabschluss mit der aktuellen energieUri-Unterlage geprüft werden.
Auf einen Blick
Die Eckwerte: Einspeisevergütung PV Uri
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Rücklieferbasis | BFE-Referenzmarktpreis, quartalsweise; Preise exkl. MWST |
| R.30 PV | PV unter 30 kW; gesetzliches Minimum 6.00 Rp./kWh |
| R.150 PV mEV | Über 30 bis 150 kW mit Eigenverbrauch; Leistungsanteil über 30 kW mit 0.00 Rp./kWh Untergrenze |
| R.150 PV oEV | Über 30 bis 150 kW ohne Eigenverbrauch; Minimum 6.20 Rp./kWh |
| PV-HKN ab 2026 | 1.00 Rp./kWh Winterhalbjahr, 0.50 Rp./kWh Sommerhalbjahr; keine Abnahmegarantie |
Entscheidungen
Woran sich der richtige Weg entscheidet.
Zuerst zählt der Netzbereich: Die energieUri-Rücklieferprodukte gelten für Energie, die ins energieUri-Netz eingespeist wird. Eine Adresse im Kanton Uri genügt deshalb nicht als Tarifnachweis, wenn der lokale Netzbetreiber abweicht; auf der Offerte müssen Netzgebiet und Vertragspartner übereinstimmen.
Die Leistungsklasse wird nach Art. 13 EnV bestimmt: Das Produktblatt verwendet bei PV die normalisierte DC-Spitzenleistung auf der Vorderseite der Module. R.30 gilt unter 30 kW, R.150 für über 30 bis 150 kW und R.150+ für über 150 kW bis 3 MW; AC-Wechselrichterleistung und DC-Anlagenleistung dürfen nicht vertauscht werden.
Eigenverbrauch verändert die Mindestlogik im Bereich R.150: Bei R.150 PV mEV gilt für den Leistungsanteil unter 30 kW mindestens 6.00 Rp./kWh, für den Anteil über 30 kW im Produktblatt 0.00 Rp./kWh. R.150 PV oEV ohne Eigenverbrauch weist dagegen für über 30 bis 150 kW mindestens 6.20 Rp./kWh aus.
Die variable Vergütung ist kein Jahresfixpreis: energieUri rechnet quartalsweise mit dem vom BFE veröffentlichten Referenzmarktpreis für die entsprechende Technologie ab. Das BFE veröffentlicht den Wert spätestens am zehnten Arbeitstag nach Quartalsende um 12 Uhr; alle Produktpreise sind exkl. MWST.
HKN sind ein eigener Vermarktungsschritt: energieUri nennt für PV-HKN ab 2026 1.00 Rp./kWh im Winterhalbjahr vom 1. Oktober bis 31. März und 0.50 Rp./kWh im Sommerhalbjahr vom 1. April bis 30. September. Die Abnahme ist nicht garantiert; für die Zuordnung ist ein Dauerauftrag im Pronovo-HKN-System nötig.
Für die Wirtschaftlichkeit müssen Rücklieferung und Eigenverbrauch getrennt gerechnet werden. EnG Art. 15, EnV Art. 12 und 13 sowie EnfV Art. 15 bilden die im energieUri-Produktblatt genannten Grundlagen; entscheidend bleiben die aktuelle Produktversion, das Messkonzept und die konkrete Offerte.
Ablauf
So bleibt das Projekt sauber geführt.
- 1
Netzgebiet bestätigenPrüfen Sie auf der Anschluss- oder Stromrechnung, ob die Anlage Energie ins energieUri-Netz einspeist und energieUri der zuständige Vertragspartner ist. Halten Sie Gemeinde, Zählerpunkt und Netzbetreiber für das Anschlussgesuch fest.
- 2
Anlagenleistung korrekt ermittelnLassen Sie die normalisierte DC-Spitzenleistung nach Art. 13 EnV dokumentieren und ordnen Sie das Projekt R.30, R.150 PV mEV, R.150 PV oEV oder R.150+ PV zu. Die Klasse muss im technischen Datenblatt und in der Offerte gleich bezeichnet sein.
- 3
Eigenverbrauch und Messung festlegenDokumentieren Sie, ob am Standort Eigenverbrauch stattfindet, wie der Zähler die Viertelstundenwerte erfasst und ob Speicher, Wärmepumpe oder Wallbox die Lastkurve verändern. Bei 30 bis 150 kW entscheidet diese Einordnung über die Mindestlogik.
- 4
Rücklieferung und HKN separat bestätigenFordern Sie von energieUri die aktuelle 2026-Produktversion für Rücklieferung und HKN an. Prüfen Sie beim HKN-Modell die saisonalen 1.00 bzw. 0.50 Rp./kWh, die fehlende Abnahmegarantie und den Pronovo-Dauerauftrag als eigenen Prozess.
- 5
Referenzmarktpreis richtig einplanenVerwenden Sie für jede Abrechnungsperiode den BFE-Referenzmarktpreis und beachten Sie die Veröffentlichung bis 12 Uhr am zehnten Arbeitstag nach Quartalsende. Rechnen Sie die Preisbasis exkl. MWST und ergänzen Sie die jeweilige gesetzliche Mindestlogik der Klasse.
- 6
Offerte und Abrechnung kontrollierenVergleichen Sie Eigenverbrauchswert, Rückliefererlös, HKN, Strombezug, Messkosten und allfällige Netzverstärkung getrennt. Vor der Montage müssen Netzanschluss, Messkonzept und die bezeichnete energieUri-Produktklasse schriftlich zusammenpassen.
Checkliste
Fragen, die vor der Offerte geklärt sein sollten.
- R.30, R.150 PV mEV, R.150 PV oEV und R.150+ PV anhand der Leistung einordnen
- 6.00 Rp./kWh unter 30 kW, 6.20 Rp./kWh ohne Eigenverbrauch bis 150 kW und die Null-Untergrenze bei grösseren Anteilen verstehen
- Quartalsweisen BFE-Referenzmarktpreis, MWST und Abrechnung im energieUri-Netzgebiet richtig lesen
- HKN, Pronovo-EIV, Eigenverbrauch und Rücklieferung als getrennte Erlös- und Kostenpositionen rechnen
FAQ
Weitere Fragen: Einspeisevergütung PV Uri
Quellen
Amtliche Quellen & Referenzen.
Massgeblich sind die zuständigen Stellen. Prüfen Sie verbindliche Details – Beträge, Fristen und Auflagen – immer am konkreten Objekt und am aktuellen Stand der jeweiligen Behörde.