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RatgeberProjektablaufAargau

PV-Netzanschluss Aargau: TAG, IA und SiNa im Ablauf

Ein PV-Netzanschluss im Aargau gelingt, wenn Anschlussgesuch, Installationsanzeige, Messkonzept und Sicherheitsnachweis vor der Montage in der richtigen Reihenfolge mit dem zuständigen Verteilnetzbetreiber abgestimmt werden. Im AEW-Versorgungsgebiet beantwortet AEW ein Anschlussgesuch innert drei Wochen und verlangt vor Installationsbeginn eine durch einen konzessionierten Elektroinstallateur eingereichte Installationsanzeige. Für Energieerzeugungsanlagen im Parallelbetrieb steht das technische Anschlussgesuch (TAG) gemäss Werkvorschriften vor der Installationsanzeige; nach einer TAG-Genehmigung muss diese innert sechs Monaten folgen. Ausserhalb des AEW-Gebiets gilt nicht dieser Ablauf automatisch, sondern die technischen Vorgaben des örtlichen Netzbetreibers. Nach der elektrischen Erstprüfung braucht auch eine nicht netzgekoppelte PV-Anlage ein Prüfprotokoll; bei einer netzgekoppelten Anlage gehört die Installationsanzeige zusätzlich vor die Ausführung.

Was Sie zuerst wissen müssen.

Für eine PV-Anlage im Aargau muss der zuständige Netzbetreiber den Anschluss und das Messkonzept vor der Umsetzung prüfen. Im AEW-Versorgungsgebiet folgt auf das Anschlussgesuch die Antwort innert drei Wochen; TAG, Installationsanzeige vor Arbeitsbeginn, Erstprüfung und SiNa bilden den technischen Ablauf. Andere Netzgebiete haben eigene Vorgaben.

Wichtig

Stand 19. Juli 2026: Die Drei-Wochen-Antwort und die sechsmonatige TAG-Gültigkeit stammen aus dem AEW-Ablauf beziehungsweise den Werkvorschriften und gelten nicht pauschal für jede Aargauer Anschlussstelle. Baurechtliche Freigaben und die verbindliche technische Zusage bleiben getrennte Entscheide; dies ist keine individuelle Elektro- oder Rechtsberatung.

Woran sich der richtige Weg entscheidet.

Der Netzbetreiber hängt von der Anschlussstelle ab: AEW beschreibt ihren Ablauf nur für ihr eigenes Versorgungsgebiet. Im übrigen Aargau entscheidet der jeweils zuständige Verteilnetzbetreiber über Anschlussbedingungen, Messkonzept und mögliche Netzanpassungen; eine AEW-Zusage ist dort kein Ersatz.

Die technische Reihenfolge ist verbindlich: Für eine Energieerzeugungsanlage im Parallelbetrieb verlangen die Werkvorschriften Deutschschweiz zuerst das TAG und danach die Installationsanzeige. Ein TAG verfällt, wenn innerhalb von sechs Monaten nach der Genehmigung keine Installationsanzeige folgt.

Die AEW-Frist ist ein Planungsanker, keine Baugarantie: AEW nennt für die Antwort auf ein Anschlussgesuch innert drei Wochen. Diese Angabe ersetzt weder eine vollständige technische Prüfung noch einen Termin für Zählerarbeiten oder eine allfällige Netzverstärkung.

Die Installationsanzeige gehört vor die Ausführung: ESTI nennt sie für PV-Anlagen mit Verbindung zum Niederspannungsverteilnetz als Meldung vor Beginn der Arbeiten. Im AEW-Gebiet muss sie durch einen konzessionierten Elektroinstallateur eingereicht werden; eine Offerte allein genügt nicht.

Messkonzept und Zusatzverbraucher bestimmen den Umbau: AEW prüft bei der PV-Anmeldung, ob die beantragte Einspeiseleistung im Netz verfügbar ist. Speicher, Wallbox oder Wärmepumpe müssen deshalb mit Wechselrichterdaten und Zählerkonzept im selben technischen Dossier stehen, nicht erst nach der Montage.

Die Inbetriebnahme ist nachweisbar abzuschliessen: ESTI verlangt vor der Inbetriebnahme eine Erstprüfung und ein Prüfprotokoll, auch ohne Netzverbindung. Für die Pronovo-Meldung werden nach der Inbetriebnahme vollständige und beglaubigte Anlagedaten verlangt; bei integrierten Anlagen kommen Bau- oder Fertigstellungsfotos hinzu.

So bleibt das Projekt sauber geführt.

  1. 1

    Anschlussstelle und Netzbetreiber feststellenOrdnen Sie das Objekt dem tatsächlichen Verteilnetzbetreiber zu und klären Sie, ob AEW zuständig ist. Erst danach lassen sich dessen Drei-Wochen-Antwortzeit, Portalweg und Unterlagenliste sinnvoll als Terminbasis verwenden.

  2. 2

    Technisches Konzept vor der Bestellung festlegenErfassen Sie PV-Leistung, Wechselrichter, Einspeiseleistung, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe und geplanten Eigenverbrauch. Im AEW-Gebiet wird bei der PV-Anmeldung sichtbar, ob die beantragte Einspeiseleistung im Netz verfügbar ist.

  3. 3

    TAG einreichen und Beurteilung abwartenBei einer parallel betriebenen Energieerzeugungsanlage wird das technische Anschlussgesuch vor der Installationsanzeige eingereicht. Im AEW-Gebiet geht es an das zuständige Regional-Center; die Antwort auf das Anschlussgesuch erfolgt laut AEW innert drei Wochen.

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    Installationsanzeige vor Arbeitsbeginn über die Elektrofachperson einreichen: Die Werkvorschriften verlangen die Installationsanzeige vor Arbeitsbeginn; im AEW-Gebiet ist sie nach der TAG-Genehmigung innert sechs Monaten einzureichen. Stimmen Sie damit Zählerplatz, Messkonzept und Materialdisposition ab.

  5. 5

    Montage, Prüfung und Sicherheitsnachweis dokumentierenVor Inbetriebnahme führt die Elektrofachperson die Erstprüfung durch und hält sie im Prüfprotokoll fest. Der SiNa, Mess- und Prüfprotokoll PV sowie das Inbetriebnahmeprotokoll gehören im AEW-Ablauf zu den relevanten Unterlagen.

  6. 6

    Netzseitige Umsetzung und Inbetriebnahme abschliessenNehmen Sie die Anlage erst nach dem abgestimmten Netz- und Messschritt in Betrieb. Halten Sie die endgültigen Anlagedaten, Prüfunterlagen und die Netzbetreiberkorrespondenz zusammen, damit keine Angaben zwischen Anschluss, Abnahme und späterer Pronovo-Meldung widersprechen.

  7. 7

    Pronovo nach der Inbetriebnahme mit denselben Daten führenReichen Sie die vollständige Inbetriebnahmemeldung mit beglaubigten Anlagedaten ein. Bei integrierten Anlagen verlangt Pronovo zusätzlich Bau- oder Fertigstellungsfotos; die Fördermeldung ersetzt aber keine Netzfreigabe.

Fragen, die vor der Offerte geklärt sein sollten.

  • Zuständigen Verteilnetzbetreiber und Anschlussstelle vor der Detailplanung festlegen
  • Im AEW-Gebiet TAG vor der Installationsanzeige und vor Arbeitsbeginn einreichen
  • Speicher, Wallbox und Wärmepumpe im Messkonzept statt erst nach der Montage berücksichtigen
  • SiNa, Mess- und Prüfprotokoll sowie Inbetriebnahmedaten für Netzbetreiber und Pronovo bereitstellen

Häufige Fragen zu diesem Thema.

Amtliche Quellen & Referenzen.

Massgeblich sind die zuständigen Stellen. Prüfen Sie verbindliche Details – Beträge, Fristen und Auflagen – immer am konkreten Objekt und am aktuellen Stand der jeweiligen Behörde.

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