Kurzantwort
Welche PV Förderung gibt es im Kanton Schaffhausen 2026?
In Schaffhausen kommt die PV-Investitionsförderung für Solarstromanlagen primär vom Bund über Pronovo: KLEIV unter 100 kW, GREIV ab 100 kW, HEIV ohne Eigenverbrauch. Kantonale Förderlogik wird relevant, wenn Batteriespeicher, bidirektionale Ladestation, Gebäudehülle oder Spezialprojekt dazukommen. Das kantonale Gesuch muss vor Installationsbeginn eingereicht werden.
Wichtig
Stand 2026: Diese Seite trennt Bundesförderung für PV, kantonale Zusatzlogik und laufende Rückliefer-/HKN-Erträge. Sie ersetzt keine Förderzusage; verbindlich sind Pronovo, das Schaffhauser Energieförderportal, die Energiefachstelle und der zuständige Netzbetreiber für das konkrete Objekt.
Auf einen Blick
Die Eckwerte: PV-Förderung Schaffhausen
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| PV-Basisförderung | Pronovo: KLEIV unter 100 kW, GREIV ab 100 kW |
| Bundesgrenze | KLEIV/GREIV maximal 30 Prozent der Referenz-Investitionskosten |
| Batteriespeicher | CHF 1'000 pro Anlage, maximal 25 Prozent der Investition |
| Kantonale Frist | Gesuch vor Bau- oder Installationsbeginn einreichen |
| EKS-HKN | bis und mit 500 kWp nur mit Pronovo-Beglaubigung und Vertrag |
Entscheidungen
Woran sich der richtige Weg entscheidet.
Der erste Faktor ist die Zuständigkeit: Die Schaffhauser Förderseite hält fest, dass Solarstromanlagen vom Bund unterstützt werden, während der Kanton bei Solaranlagen vor allem thermische Anlagen in Mehrfamilienhäusern führt. Für eine PV-Dachanlage ist deshalb Pronovo der primäre Förderanker.
Die Anlagengrösse ordnet das Pronovo-Programm: Das BFE nennt KLEIV für kleine PV-Anlagen unter 100 kW und GREIV für grosse Anlagen ab 100 kW; beide sind auf maximal 30 Prozent der Investitionskosten von Referenzanlagen begrenzt. Diese Schwelle gehört vor der Offerte in die Dimensionierung.
Ohne Eigenverbrauch gelten andere Förderinstrumente: Das BFE nennt für PV-Anlagen ohne Eigenverbrauch die hohe Einmalvergütung HEIV und ab 150 kW getrennte Auktionen für HEIV und gleitende Marktprämie. Das betrifft grosse Dach- oder Spezialanlagen anders als ein typisches Eigenheimprojekt.
Der Batteriespeicher ist der konkrete kantonale Schaffhauser Zusatz: Das Energieförderprogramm 2026 nennt für stationäre Batteriespeicher zu netzgekoppelten Solarstromanlagen CHF 1'000 pro Anlage, maximal 25 Prozent der Gesamtinvestitionen der geförderten Massnahme.
Die Frist entscheidet über kantonale Beiträge: Das Schaffhauser Energieförderprogramm verlangt Fördergesuche zwingend vor Bau- beziehungsweise Installationsbeginn. Ein Gerüstaufbau oder die Materialanlieferung gilt dort noch nicht als Baubeginn; die eigentliche energetische Massnahme aber schon.
EKS und HKN sind keine Investitionsförderung: EKS vergütet Herkunftsnachweise nur bei Anlagen bis und mit 500 kWp, Pronovo-Beglaubigung, HKN-Erfassung, Rücklieferungsvertrag und HKN-Dauerauftrag. Das verbessert laufende Erträge, ersetzt aber keine Pronovo- oder Kantonszusage.
Ablauf
So bleibt das Projekt sauber geführt.
- 1
Projektart festlegenKlären Sie zuerst, ob es um eine normale Eigenverbrauchsanlage, eine Anlage ohne Eigenverbrauch, einen Batteriespeicher, eine bidirektionale Ladestation oder ein Spezialprojekt wie Agri-Photovoltaik geht. Diese Einordnung entscheidet, ob Pronovo allein genügt oder ob das Schaffhauser Energieförderportal zusätzlich relevant wird.
- 2
Pronovo-Kategorie prüfenLegen Sie installierte Leistung und Eigenverbrauchsmodell vor der Offerte fest. Unter 100 kW führt der Bundesweg zur KLEIV, ab 100 kW zur GREIV; ohne Eigenverbrauch sind HEIV oder bei Anlagen ab 150 kW Auktionen zu prüfen.
- 3
Schaffhauser Zusatzbeiträge abgrenzenPrüfen Sie vor Installationsbeginn, ob ein stationärer Batteriespeicher mit CHF 1'000, eine bidirektionale Ladestation mit CHF 2'000, ein Gebäudehüllen-Zusatzbeitrag mit mindestens 30 W pro m² EBF oder ein Spezialprojekt infrage kommt.
- 4
Gesuch rechtzeitig einreichenKantonale Fördergesuche laufen seit 2021 vollständig online über energiefoerderung.sh.ch und müssen vor Bau- oder Installationsbeginn eingereicht werden. Der Kanton empfiehlt, die Förderzusage abzuwarten; ein vollständiges Gesuch wird in der Regel innerhalb eines Monats geprüft.
- 5
Netz- und Messweg parallel führenStimmen Sie Anschluss, Zähler, Sicherheitsnachweis und spätere Rücklieferung mit dem Netzbetreiber ab. Im EKS-Gebiet sind für HKN zusätzlich Pronovo-Beglaubigung, HKN-Erfassung, Rücklieferungsvertrag und HKN-Dauerauftrag nötig.
- 6
Steuer- und Nettoeffekt dokumentierenDas Schaffhauser Förderprogramm verweist darauf, dass Energiespar- und Umweltschutzinvestitionen bei bestehenden privaten Grundstücken steuerlich den Unterhaltskosten gleichgestellt sein können. Fördermittel, Rechnungen und Zahlungsbelege gehören deshalb in eine saubere Nettokostenrechnung.
- 7
Projektabschluss einreichenNach Umsetzung folgen Projektabschluss, Prüfung, Schlusszahlungsbrief und Auszahlung. Beiträge verfallen nach Schaffhauser allgemeinen Bestimmungen grundsätzlich, wenn sie nicht innert zwei Jahren ab Zusicherung eingefordert werden.
Checkliste
Fragen, die vor der Offerte geklärt sein sollten.
- Pronovo-EIV für KLEIV unter 100 kW, GREIV ab 100 kW und HEIV ohne Eigenverbrauch trennen
- Batteriespeicher-Beitrag von CHF 1'000 und 25-Prozent-Grenze vor der Speicher-Offerte prüfen
- Gesuch über das Schaffhauser Energieförderportal zwingend vor Installationsbeginn einreichen
- EKS-HKN, Rückliefervertrag und Pronovo-Beglaubigung nicht mit Investitionsförderung vermischen
FAQ
Weitere Fragen: PV-Förderung Schaffhausen
Quellen
Amtliche Quellen & Referenzen.
Massgeblich sind die zuständigen Stellen. Prüfen Sie verbindliche Details – Beträge, Fristen und Auflagen – immer am konkreten Objekt und am aktuellen Stand der jeweiligen Behörde.