Kurzantwort
Was Sie zuerst wissen müssen.
Für eine PV-Anlage in Appenzell Ausserrhoden wird 2026 zuerst die Pronovo-Einmalvergütung bestimmt. Darauf kann der Kanton maximal 50 % Zuschlag gewähren, höchstens Fr. 100'000 pro Vorhaben. Das kantonale Gesuch ist erst nach Inbetriebnahme und nach Rechtskraft der definitiven Pronovo-Verfügung zulässig; Anlagen mit HEIV oder ohne Eigenverbrauch sind ausgeschlossen.
Wichtig
Stand 12. Juli 2026: Das geltende kM-21-Programm sieht den Antrag nach Inbetriebnahme und rechtskräftiger Pronovo-Verfügung vor. Der Kanton hat zugleich eine Anpassung ab 1. Januar 2027 angekündigt, die noch der Genehmigung des Kantonsrats bedarf. Für ein konkretes Projekt ist deshalb die zum Gesuchszeitpunkt gültige Fassung beim Amt für Umwelt verbindlich; dies ist keine individuelle Förder- oder Steuerberatung.
Entscheidungen
Woran sich der richtige Weg entscheidet.
Die Förderhöhe folgt der Pronovo-Basis: Der kantonale Beitrag beträgt für Inbetriebnahmen ab 1. September 2025 maximal 50 % der EIV des Bundes. Massgeblich sind deshalb Inbetriebnahmedatum, Leistung, Anlagentyp und Neigungswinkel, nicht ein frei gewählter Pauschalbetrag.
Die Mindestgrösse ist verbindlich: Der Kanton fördert netzgekoppelte Solarstromanlagen ab 2 kWp. Reiner Ersatz, Unterhalt und Reparaturen zählen nicht als beitragsberechtigte neue Anlage oder Erweiterung.
Der Zeitpunkt ist eine harte Zugangsvoraussetzung: Das Gesuch geht erst nach Inbetriebnahme und nach Rechtskraft der definitiven Pronovo-Verfügung an das Amt für Umwelt. Ein früher Antrag wird nach der kantonalen Regel nicht behandelt.
Eigenverbrauch verändert den Förderweg: Anlagen mit HEIV nach Art. 25 Abs. 3 EnG sind von der kantonalen Förderung ausgeschlossen. Vor der Auslegung muss deshalb feststehen, ob Eigenverbrauch vorgesehen ist oder die hohe Einmalvergütung gewählt wird.
Die gesetzliche Mindestanlage ist abzugrenzen: Wird nach Art. 10a kEnG und Art. 19abis Abs. 1 kEnV eine Mindestgrösse verlangt, erhöht der Kanton den dafür nötigen Anlagenteil nicht zusätzlich. Förderfähig bleibt nur der nach den geltenden Regeln anrechenbare Teil.
Der Höchstbetrag begrenzt grosse Projekte: Der kantonale Beitrag ist auf Fr. 100'000 pro Vorhaben begrenzt. Bei grösseren Anlagen muss die Projektkalkulation deshalb Pronovo, kantonalen Zuschlag, Eigenverbrauch und nicht geförderte Anlagenteile getrennt ausweisen.
Ablauf
So bleibt das Projekt sauber geführt.
- 1
Förderfall bestimmenErfassen Sie Standort in Appenzell Ausserrhoden, neue Anlage oder Erweiterung, Leistung ab 2 kWp, Eigenverbrauch, Anlagentyp und geplantes Inbetriebnahmedatum. Prüfen Sie zugleich, ob Art. 10a kEnG eine Mindestanlage verlangt.
- 2
Pronovo-EIV festlegenLassen Sie den Bundesbeitrag anhand von Inbetriebnahmedatum, Leistung, angebauter oder integrierter Ausführung und Neigungswinkel bestimmen. Die definitive Verfügung von Pronovo ist die Grundlage für das spätere kantonale Gesuch.
- 3
Ausschlüsse vor der Bestellung prüfenKlären Sie, ob HEIV ohne Eigenverbrauch, eine Bundesauktion, reiner Ersatz oder nur Unterhalt vorliegt. Diese Fälle sind für den kantonalen Zuschlag ausgeschlossen oder nicht beitragsberechtigt.
- 4
Anlage realisieren und in Betrieb nehmenStimmen Sie Montage, Netzanschluss, Sicherheitsnachweis und Pronovo-Anmeldung so ab, dass das tatsächliche Inbetriebnahmedatum und die Anlagendaten dokumentiert sind.
- 5
Pronovo-Verfügung abwartenReichen Sie das kantonale Gesuch nicht mit einer provisorischen EIV-Berechnung ein. Warten Sie die definitive Festsetzung ab, bis die Verfügung rechtskräftig ist.
- 6
Kantonales Gesuch einreichenErfassen Sie das Gesuch im Förderportal, drucken und unterschreiben Sie das Formular und senden Sie es mit der rechtskräftigen Pronovo-Verfügung sowie den verlangten Unterlagen an das Amt für Umwelt.
- 7
Auszahlung kontrollierenBewahren Sie Beitrags- und Auszahlungsverfügung, EIV-Unterlagen, Rechnungen und Anlagendokumentation auf. Bei Abweichungen vom Gesuch oder einem vorzeitigen Wegfall der Voraussetzungen kann der Beitrag angepasst oder zurückgefordert werden.
Checkliste
Fragen, die vor der Offerte geklärt sein sollten.
- Kantonalen Zuschlag und Pronovo-EIV für Anlagen ab 2 kWp getrennt berechnen
- Inbetriebnahme und rechtskräftige Pronovo-Verfügung als Gesuchsgrundlage sichern
- HEIV, Eigenstromerzeugungspflicht und Erweiterungen vor der Offerte abgrenzen
- Geplante Programmänderung 2027 nur als Vorbehalt behandeln
FAQ
Häufige Fragen zu diesem Thema.
Quellen
Amtliche Quellen & Referenzen.
Massgeblich sind die zuständigen Stellen. Prüfen Sie verbindliche Details – Beträge, Fristen und Auflagen – immer am konkreten Objekt und am aktuellen Stand der jeweiligen Behörde.