Zum Inhalt springen
RatgeberFörderungThurgau

Photovoltaik-Förderung Thurgau: Pronovo & Gemeinde richtig prüfen

Die Photovoltaik-Förderung im Thurgau beginnt im Standardfall mit der Einmalvergütung von Pronovo: KLEIV gilt für Anlagen unter 100 kW, GREIV ab 100 kW. Das Förderprogramm des Kantons Thurgau verweist für Solarstromanlagen auf diese Einmalvergütung, während das kantonale Energieförderportal Fördergesuche und Projektabschlüsse seit dem 1. Januar 2021 elektronisch entgegennimmt. Zusätzliche kommunale Energieprogramme sind davon getrennt und müssen direkt bei der Gemeinde auf ihren konkreten PV-Bezug geprüft werden. Für die Förderzusage zählen die Bedingungen und Sätze, die bei vollständig eingereichten Unterlagen gelten; eine Offerte ist deshalb noch keine Förderbestätigung. Bei grossen Anlagen, Eigenverbrauchskonzepten oder einer Kombination mit weiteren Massnahmen ist der Förderweg vor der Bestellung schriftlich zu klären.

Was Sie zuerst wissen müssen.

Für eine PV-Anlage im Thurgau ist die Pronovo-Einmalvergütung der zentrale Förderweg: KLEIV gilt unter 100 kW, GREIV ab 100 kW. Das kantonale Förderprogramm verweist bei Solarstrom auf diesen Bundesbeitrag; kommunale Programme sind separat und je Gemeinde zu prüfen. Massgeblich sind die zum Zeitpunkt der vollständigen Gesuchseinreichung geltenden Bedingungen.

Wichtig

Stand 13. Juli 2026: Die Thurgauer Förderbroschüre sagt ausdrücklich, dass jeweils die am Tag der Gesuchseinreichung aktuellen Fördersätze und Bedingungen gelten. Kommunale Programme können abweichen oder keinen PV-Beitrag enthalten; daher vor einer Bestellung direkt bei Gemeinde und Pronovo prüfen.

Woran sich der richtige Weg entscheidet.

Die Anlagenleistung bestimmt das Bundesprogramm: Pronovo ordnet Photovoltaikanlagen unter 100 kW der KLEIV und Anlagen ab 100 kW der GREIV zu. Diese 100-kW-Grenze beeinflusst deshalb Programm, Unterlagen und die weitere Terminplanung.

Der Kanton Thurgau behandelt Solarstrom im Förderprogramm 2026 als Einmalvergütung. Für die konkrete PV-Förderung ist damit Pronovo die zuständige Stelle; das kantonale Programm ist keine zweite, pauschale PV-Prämie.

Das Thurgauer Energieförderportal ist ein eigener Verfahrenskanal: Fördergesuche und Projektabschlüsse werden dort seit dem 1. Januar 2021 elektronisch eingereicht. Ein Portalzugang ersetzt jedoch weder die Programmwahl noch einen Antrag bei Pronovo.

Kommunale Angebote sind kein einheitlicher Kantonszuschlag. Das Amt für Energie nennt weitere kommunale Energieprogramme und verweist für Details an die Gemeinden; ob eine Gemeinde gerade PV fördert, muss deshalb am Standort bestätigt werden.

Der Einreichungszeitpunkt ist finanziell relevant: Das Förderprogramm 2026 beurteilt Gesuche nach den Sätzen und Bedingungen zum Zeitpunkt der vollständigen Einreichung. Plan, Leistung, Offerte und verlangte Nachweise müssen vor dem Einreichen zusammenpassen.

Förderung ersetzt keinen Projektablauf. Netzanschluss, baurechtliches Verfahren und elektrische Dokumentation laufen neben dem Fördergesuch; der Kanton verlangt für eine Auszahlung die erforderlichen gesetzlichen Bewilligungen.

So bleibt das Projekt sauber geführt.

  1. 1

    Anlage abgrenzenStandort im Thurgau, geplante Leistung, neue Anlage oder Erweiterung sowie Eigenverbrauch festhalten. Die 100-kW-Grenze von Pronovo gehört bereits in die erste Projektvariante.

  2. 2

    Bundesprogramm zuordnenFür die Einmalvergütung bei Pronovo prüfen, ob KLEIV unter 100 kW oder GREIV ab 100 kW einschlägig ist. Die konkrete Förderung nicht aus einer Offerte ableiten, sondern aus dem aktuellen Pronovo-Programm.

  3. 3

    Kantonales Förderprogramm lesenDie aktuelle Thurgauer Broschüre und den Fördergeldrechner nur für die dort beschriebenen Massnahmen nutzen. Für Solarstrom die Verweisung auf die Einmalvergütung dokumentieren, statt einen kantonalen PV-Betrag anzunehmen.

  4. 4

    Gemeinde separat abklärenWenn der Standort ein kommunales Energieprogramm hat, bei Gemeinde oder Energieberatung schriftlich bestätigen lassen, ob Photovoltaik erfasst ist, welche Unterlagen gelten und wann ein Antrag gestellt werden muss.

  5. 5

    Unterlagen vollständig einreichenIm Thurgauer Energieförderportal zählen die vollständigen Unterlagen als Stichtag für Bedingungen und Sätze. Verantwortlichkeit für Gesuch, Offerte und Nachweise vor Baubeginn schriftlich festhalten.

  6. 6

    Projekt parallel freigebenBaurecht, Netzbetreiberprozess, Elektroplanung und Förderweg in einem Terminplan führen. Eine Förderprüfung ersetzt weder die Netzfreigabe noch die erforderlichen Bewilligungen.

Fragen, die vor der Offerte geklärt sein sollten.

  • KLEIV unter 100 kW und GREIV ab 100 kW dem richtigen Pronovo-Programm zuordnen
  • Kantonales Energieförderportal und Pronovo-Gesuch nicht verwechseln
  • Kommunale Programme direkt bei der Gemeinde auf ihren PV-Bezug prüfen
  • Förderbedingungen am Tag der vollständigen Gesuchseinreichung dokumentieren

Häufige Fragen zu diesem Thema.

Amtliche Quellen & Referenzen.

Massgeblich sind die zuständigen Stellen. Prüfen Sie verbindliche Details – Beträge, Fristen und Auflagen – immer am konkreten Objekt und am aktuellen Stand der jeweiligen Behörde.

Weiterlesen

Passende Seiten für den nächsten Schritt.

Für Thurgau finden Sie hier passende Leistungen, regionale Projekte und verwandte Leitfäden, die Sie praktisch weiterbringen.

Regionale Leistung

Solaranlage Thurgau – Planung bis Inbetriebnahme

Im Thurgau gilt ab 2026 eine Einspeisebegrenzung auf 70 % der installierten Panelleistung für neue Anlagen – das macht Eigenverbrauchsoptimierung und Speicher zum integralen Bestandteil jeder Projektplanung. Thurplus entwickelt mit «EigenverbrauchMax» und «LokalenergiePlus» innovative virtuelle ZEV- und LEG-Modelle. Der Solarstrom-Pool Thurgau bietet zusätzliche Förderbeiträge für steil aufgeständerte Winterstrom-Anlagen.

Ratgeber

Pronovo-Einmalvergütung für PV im Kanton Bern

Wie hoch die Pronovo-Einmalvergütung für eine PV-Anlage im Kanton Bern ausfällt, wie sie sich aus Grund- und Leistungsbeitrag zusammensetzt, wann das Gesuch eingereicht wird und wie sich Bundesförderung, fehlende kantonale PV-Förderung und der Steuerabzug zueinander verhalten.

Regionale Leistung

PV-Montage im Thurgau – sauber geplant und angemeldet

Im Thurgau betreibt die kantonseigene EKT AG das Mittelspannungs-Verteilnetz, während der Endkunden-Netzanschluss je nach Gemeinde bei lokalen Werken wie Thurplus in Frauenfeld oder Arbon Energie liegt. Was hier zählt: die richtige Anmeldung beim zuständigen Netzbetreiber sowie der Blick auf die kantonale Solarkarte, die pro Dach zeigt, ob eine Baubewilligung nötig ist oder eine Meldung an die Gemeinde genügt. Beim Förderprogramm Energie des Kantons koordinieren wir Leistungs- und Grundbeitrag sowie die eidgenössische Einmalvergütung.

Ratgeber

Photovoltaik-Förderung Nidwalden: Was 2026 gilt

Welche kantonalen Förderwege für Photovoltaik in Nidwalden bestehen, wie die Solarberatung funktioniert und was zusätzlich über Pronovo zu prüfen ist.

Leistung

Solaranlagen-Installation

Von der Ersteinschätzung über das 3D-Aufmass und die transparente Offerte bis zur vollständigen Inbetriebnahme — ein Projekt, ein Ablauf, ein Ansprechpartner.

Ratgeber

Pronovo und Einmalvergütung für PV im Kanton Zürich sauber vorbereiten

Prüfen, was die Pronovo-Einmalvergütung für ein PV-Projekt im Kanton Zürich konkret bedeutet: wann das Gesuch gestellt wird, welche Unterlagen konsistent sein müssen und wie Netzbetreiber-Anmeldung und Inbetriebnahme zusammenhängen.