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Einordnung
#Im Repower-Netzgebiet lag der BFE-Referenzmarktpreis für eingespeisten PV-Strom im 3. Quartal 2026 bei 8.54 Rp./kWh (CHF 85.40/MWh, exkl. MWST); er lag damit über den PV-Mindestvergütungen im Repower-Tarifblatt.
Bei beispielhaft 10’000 kWh, die im Q3 tatsächlich ins Repower-Netz eingespeist wurden, ergibt das CHF 854 Basisvergütung; sofern die HKN-Voraussetzungen erfüllt sind und die Nachweise an Repower übertragen werden, kommen 0.2 Rp./kWh beziehungsweise CHF 20 hinzu. Diese Rechnung setzt das Repower-Netzgebiet und die vollständige Q3-Einspeisung voraus und gilt nicht bei Drittvermarktung oder Teilnahme am Einspeisevergütungssystem nach Art. 19 EnG.
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Was die Rechnung bestimmt
#Der Netzbetreiber und der Anlagenumfang grenzen den Tarif ein. Repower beschreibt die Rückliefervergütung für Anlagen in ihrem eigenen Netzgebiet bis höchstens 3 MW oder 5'000 MWh Jahresproduktion nach Eigenverbrauch. Wer Energie an Dritte vermarktet oder am Einspeisevergütungssystem nach Art. 19 EnG teilnimmt, erhält keine zusätzliche Rückliefervergütung von Repower.
Der Basiswert ist kein fixer Jahrespreis. Die BFE-PV-Referenzpreise 2026 betrugen 10.266 Rp./kWh im Q1, 3.896 im Q2 und 8.54 im Q3, jeweils exklusive MWST. Repower rechnet quartalsweise ab; für die eigene Prognose sollten Sie deshalb die tatsächlich eingespeisten kWh pro Quartal mit dem jeweiligen Wert multiplizieren und anschliessend die anwendbare Mindestvergütung prüfen.
Anlagengrösse und Eigenverbrauch bestimmen die Mindestvergütung. Bis 30 kWp sind 6.0 Rp./kWh garantiert; von 30 bis unter 150 kWp gelten ohne Eigenverbrauch 6.2 Rp./kWh und mit Eigenverbrauch 180 geteilt durch die Anlagenleistung. Eine 50-kWp-Anlage erreicht mit dieser Formel 3.6 Rp./kWh für die ersten 30 kW, sofern der Referenzmarktpreis nicht höher ist.
HKN sind eine eigene Erlösposition. Im Jahr 2026 vergütet Repower 0.5 Rp./kWh im ersten und vierten Quartal sowie 0.2 Rp./kWh im zweiten und dritten Quartal zusätzlich zur Energievergütung. Voraussetzung sind die Erfassung der Anlage im Herkunftsnachweissystem von Pronovo und ein Dauerauftrag zur Übertragung an Repower; rückwirkende HKN-Zahlungen sind ausgeschlossen.
Vergütet wird die Rücklieferung, nicht die gesamte Produktion. Direktverbrauch, Speicherladung, Wallbox, Wärmepumpe und die tatsächlich exportierte Energie müssen getrennt modelliert werden. Ein höherer Eigenverbrauch kann den Wert der eingespeisten Kilowattstunden senken, aber gleichzeitig den teureren Netzbezug vermeiden; deshalb ist der HKN- und Tarifwert nur ein Teil der Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Abnehmerwechsel und Messung verändern den Ablauf. Ein Wechsel zu einer Drittvermarktung oder zurück zu Repower ist auf ein Quartalsende mit einer Frist von einem Monat möglich; bei Drittabnahme entfallen die Repower-Vergütungen. Zusätzliche, nicht zwingend notwendige Zähler oder virtuelle Messpunkte werden 2026 nicht belastet, bei unveränderter Messanordnung können ab 2027 reguläre Messtarife anfallen.
Der Ablauf in sechs Schritten
#Zum Abhaken für Ihr Projekt
Netzgebiet bestätigen
Prüfen Sie anhand der Anschlussadresse, ob die Anlage tatsächlich im Repower-Netzgebiet liegt. Die Bündner Kantonszugehörigkeit allein reicht nicht, weil andere Verteilnetzbetreiber eigene Rücklieferbedingungen anwenden.
Anlagengrenzen und Teilnahmeweg erfassen
Dokumentieren Sie Modulleistung in kWp, erwartete Jahresproduktion nach Eigenverbrauch sowie die Frage, ob eine Teilnahme an Art. 19 EnG oder eine Vermarktung an Dritte vorgesehen ist. Nur bis 3 MW oder 5'000 MWh und ohne ausgeschlossene Vermarktungsform passt der Repower-Rahmen.
Tarifklasse rechnen
Ordnen Sie die Anlage bis 30 kWp, von 30 bis unter 150 kWp oder über 150 kWp ein und trennen Sie Eigenverbrauch von Volleinspeisung. Rechnen Sie bei 30 bis unter 150 kWp mit Eigenverbrauch 180 geteilt durch kWp und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem aktuellen BFE-Referenzmarktpreis.
Energieflüsse und HKN vorbereiten
Halten Sie Produktion, Direktverbrauch, Speicher- und Ladeflüsse sowie die physische Rücklieferung getrennt fest. Wenn Repower die HKN vergüten soll, lassen Sie die Anlage bei Pronovo erfassen und richten Sie den Dauerauftrag mit dem richtigen Händlerkonto ein.
Abnehmer und Frist entscheiden
Bei einer Drittvermarktung oder einem Wechsel zu Repower muss die Mitteilung mit mindestens einem Monat Vorlauf auf ein Quartalsende abgestimmt werden. Prüfen Sie zugleich die Messanordnung, weil die Zahl der Zähler und virtuellen Messpunkte die künftigen Messtarife beeinflussen kann.
Quartalsabrechnung kontrollieren
Vergleichen Sie den angesetzten BFE-Referenzmarktpreis mit der Minimalvergütung, weisen Sie Energie und HKN getrennt aus und berücksichtigen Sie die 8.1 % Mehrwertsteuer. Die BFE-Publikation bis zum 10. Arbeitstag nach Quartalsende ist der richtige Zeitpunkt für die Aktualisierung der Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Für Ihr Dach geprüft statt nachgelesen
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Häufige Fragen
#Quellen
#Massgeblich sind die zuständigen Stellen. Prüfen Sie verbindliche Details – Beträge, Fristen und Auflagen – immer am konkreten Objekt und am aktuellen Stand der jeweiligen Behörde.