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RatgeberWirtschaftlichkeitWallis

Einspeisevergütung PV Wallis: EnBAG-Tarife 2026

Kurz gesagt

Wie hoch ist die Einspeisevergütung für PV im Wallis 2026?

Im EnBAG-Netzgebiet nennt das Preisblatt für Anlagen unter 80 kVA 14.00 Rp./kWh von April bis September und 6.5 Rp./kWh von Oktober bis März, exkl. Mehrwertsteuer. Ausserhalb des EnBAG-Netzes gilt der Tarif des zuständigen Betreibers.

Einordnung

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Die Einspeisevergütung für PV im Wallis beträgt im EnBAG-Netzgebiet 2026 für Anlagen unter 80 kVA 14.00 Rp./kWh von April bis September und 6.5 Rp./kWh von Oktober bis März, jeweils exkl. Mehrwertsteuer.

Wer die Herkunftsnachweise über einen Pronovo-Dauerauftrag an EnBAG überträgt und auch die physische Energie an EnBAG liefert, erhält zusätzlich 1.5 Rp./kWh. Das freiwillige TOP-40-Modell begrenzt die Einspeiseleistung am Anschlusspunkt auf höchstens 60 % der installierten DC-Leistung und erhöht dafür den EnBAG-Einspeisetarif für die gesamte eingespeiste Energie um 8 %.

Diese Werte gelten nicht automatisch im ganzen Kanton: Für jede Liegenschaft muss zuerst der zuständige Verteilnetzbetreiber bestätigt werden. Bei fehlender Einigung über die Vergütung bilden der quartalsweise BFE-Referenzmarktpreis und die bundesrechtlichen Mindestvergütungen den Auffangrahmen.

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Was die Rechnung bestimmt

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  1. Der Netzbetreiber entscheidet über den konkreten Tarif. EnBAG übernimmt Überschussenergie nur von Anlagen in seinem eigenen Netzgebiet; eine Walliser Adresse ausserhalb dieses Gebiets braucht die Bedingungen des dort zuständigen Verteilnetzbetreibers.

  2. Leistung und Saison bestimmen den EnBAG-Standardtarif. Das Preisblatt 2026 gilt für Anlagen unter 80 kVA und nennt 14.00 Rp./kWh für April bis September sowie 6.5 Rp./kWh für Oktober bis März, exkl. 8.1 % Mehrwertsteuer. Anlagen ab 80 kVA behandelt EnBAG individuell.

  3. Der Bundeswert ist kein zweiter EnBAG-Tarif. Ohne Vergütungsvereinbarung gilt seit 2026 der quartalsweise BFE-Referenzmarktpreis als Auffangwert. Für Photovoltaik lag er in Q1 bei 10.266 Rp./kWh und in Q2 bei 3.896 Rp./kWh; bis 150 kW greifen zusätzlich leistungs- und eigenverbrauchsabhängige Mindestregeln.

  4. Herkunftsnachweise sind von der physischen Energie zu trennen. EnBAG nennt 1.5 Rp./kWh zusätzlich, wenn die Energie an EnBAG geliefert, die Anlage beglaubigt und der HKN-Transfer mit einem Dauerauftrag im Pronovo-System eingerichtet wird.

  5. TOP-40 ist ein freiwilliges Modell mit technischer Gegenleistung. Die maximale Einspeiseleistung wird auf 60 % der installierten DC-Leistung begrenzt; dafür erhöht EnBAG den gültigen Tarif für die gesamte eingespeiste Energie um 8 %. Die Wirtschaftlichkeit hängt von Ausrichtung, Eigenverbrauch und Lastprofil ab.

  6. Für den Einspeiseertrag zählt nur die tatsächlich exportierte Energie. Eine belastbare Rechnung trennt Jahresproduktion, Eigenverbrauch, Speicherflüsse, Sommer- und Wintereinspeisung sowie HKN-Erlöse und testet zusätzlich ein Quartal mit tiefem Marktpreis.

Der Ablauf in sechs Schritten

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Zum Abhaken für Ihr Projekt

  1. Netzgebiet bestätigen

    Anhand der Anschlussadresse den Verteilnetzbetreiber ermitteln. Nur bei einem EnBAG-Anschluss mit den hier genannten Werten rechnen; sonst das aktuelle Preisblatt des lokalen Betreibers anfordern.

  2. Anlagen- und Messkonzept festlegen

    AC-Scheinleistung in kVA, installierte DC-Leistung, Sommer- und Winterproduktion, Eigenverbrauch und Speicherflüsse getrennt erfassen. Ab 80 kVA ist eine individuelle EnBAG-Abklärung nötig.

  3. Standardtarif und TOP-40 vergleichen

    Die eingespeisten kWh nach Saison modellieren. Bei TOP-40 den 8-%-Bonus nur auf die tatsächliche Einspeisung anwenden und mögliche Verluste durch die 60-%-Leistungsgrenze simulieren.

  4. Anlage anmelden und beglaubigen lassen

    Netzanschluss und Produktionsanlage nach den EnBAG-Vorgaben anmelden. Nach der Inbetriebnahme die Beglaubigung für das Pronovo-HKN-System abschliessen.

  5. HKN-Übertragung einrichten

    Den Dauerauftrag im Pronovo-System zugunsten von EnBAG erfassen und auch die physische Energie an EnBAG liefern. Bei einem Wechsel zu Dritten die EnBAG-Kündigungsfrist von 30 Tagen auf Quartalsende berücksichtigen.

  6. Abrechnung kontrollieren

    Sommer- und Wintereinspeisung, HKN-Position und einen allfälligen TOP-40-Bonus separat prüfen. Bei Vertragsänderungen die Wirtschaftlichkeitsrechnung aktualisieren, statt einen einzelnen Tarifwert über die gesamte Laufzeit fortzuschreiben.

Für Ihr Dach geprüft statt nachgelesen

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Häufige Fragen

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Quellen

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Massgeblich sind die zuständigen Stellen. Prüfen Sie verbindliche Details – Beträge, Fristen und Auflagen – immer am konkreten Objekt und am aktuellen Stand der jeweiligen Behörde.

  1. EnBAG TOP-40

    EnBAG AG · enbag.ch

  2. BFE-Referenzmarktpreise Q1 und Q2 2026

    Bundesamt für Energie BFE · pubdb.bfe.admin.ch

  3. ElCom: Rückliefer- und Mindestvergütung

    Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom · elcom.admin.ch

Herausgeber: Vigorek GmbH

Erstveröffentlichung 27. August 2026 · Aktualisiert 27. August 2026